Steinmeier inspiriert von finnischer Digitalkompetenz

Wirtschaftsgespräch „Future of Work“ mit Präsident Steinmeier in Helsinki unter Moderation der AHK Finnland. Steinmeier war besonders daran interessiert, wie in Finnland die Kompetenzen der Mitarbeiter auf neue Technologien angepasst werden.

  • © Steins / Bundespresseamt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender sind zurzeit auf einem Staatsbesuch in Helsinki. Am Montag den 17.9., fand ein Wirtschaftsgespräch zum Thema „Future of Work“ statt. Teilnehmer waren zentrale Vertreter des deutsch-finnischen Wirtschaftslebens. Das Gespräch wurde von Dr. Jan Feller, stellvertretender Geschäftsführer der AHK Finnland, moderiert.

Wie entwickeln finnische Unternehmen die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter in den Zeiten der vierten industriellen Revolution?


Im Wirtschaftsgespräch wurde vor allem hervorgehoben, dass Finnland im Thema Bildung auch im Digitalbereich vielen Ländern einen Schritt voraus ist. Laut aktueller Statistik des Weltwirtschaftsforums müssen aufgrund der Digitalisierung 54% deutscher Arbeiter neu geschult werden, während in Finnland nur noch 30% eine Umschulung benötigen. Seit Mai 2018 bietet die Universität Helsinki in Zusammenarbeit mit Reaktor einen kostenlosen Onlinekurs zur künstlichen Intelligenz an, an dem bereits über 80.000 Personen teilgenommen haben. Wichtig ist auch das „Mindset“ der Finnen gegenüber neuen Technologien, diese werden tendenziell positiv und als Möglichkeit gesehen, nicht als Bedrohung.

Pekka Ala-Pietilä, Leiter des finnischen nationalen Programms zur künstlichen Intelligenz, hebt zudem hervor: „Künstliche Intelligenz ist keine Bedrohung, aber sollten wir zu langsam sein diese anzuwenden, wird dies zur Bedrohung werden.“

Morgen wird der Bundespräsident weiter nach Oulu reisen. Oulu ist die nördlichste Großstadt der EU und ein Zentrum der finnischen Digitalwirtschaft. Hier informieren sich der Bundespräsident und Frau Büdenbender u. a. über die Entwicklung des Mobilfunkstandards 5G.

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