Doppeljubiläum: 100 Jahre im Auftrag deutsch-finnischen Handels

3.-5. Juni fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich der 40-jährigen Deutsch-Finnischen Handelskammer und 100-jährigen Deutsch-Finnischen Vereinigung in Lübeck statt.

Die dreitägigen Jubiläumsfeierlichkeiten begannen mit einer Bootsrundfahrt und gemeinsamem Abendessen, die von der DFV organisiert wurden. Neben mehreren Festveranstaltungen, einem Fachseminar zu Logistik 4.0 und dem Besuch des Hafens stand ein Empfang des Bürgermeisters auf dem Programm. Im Rahmen dieses verlieh die DFV erstmalig einen Jahrespreis für herausragende Leistungen von Jugendlichen auf wirtschafts-/ kulturpolitischem Gebiet. Auf dem Festakt sprachen zwei Minister a.D.

Als Anerkennung für sein Lebenswerk wurde der Gründer und erste Geschäftsführer der Deutsch-Finnischen Handelskammer, Dr. Erik von Knorre, zum ersten Ehrenmitglied der Handelskammer ernannt, was im Rahmen eines Festessens gefeiert wurde.

Gemeinsam in die Zukunft schauen

Sowohl die finnische Botschafterin in Deutschland, Ritva Koukku-Ronde, als auch die Ministerin a.D. Brigitte Zypries unterstrichen die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Finnland und stellten fest, dass diese heute selbstverständlich geworden seien. Doch müsse man sich laut der Botschafterin immer wieder für die Zusammenarbeit einsetzen: „Die Vergangenheit und Gegenwart bieten zwar eine Grundlage für die Zukunft, sind jedoch keine Garantie dafür.“

Premierminister a.D. Dr. Esko Aho schilderte dem Festpublikum den schwierigen Weg Finnlands zu dem, was es heute ist. Das unabhängig gewordene Land hatte zwar vor 100 Jahren eine Vision, aber die Durchführung sei alles andere als einfach gewesen. Neben der Verstärkung der nationalen Institutionen und der Bildungsreform sei die Einführung des Rechtsstaates laut Aho eine der drei fundamentalen Entscheidungen gewesen, die das junge Finnland getroffen habe.

Vor allem kleine Länder könnten ohne Regeln nicht überleben und der einzig funktionierende Weg für eine blühende internationale Gemeinschaft sei regelbasiert, erklärte Aho – „doch die Regeln müssen für alle dieselben sein“.

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