DIHK: Deutsche Auslandsinvestitionen steigen weiter – Inland profitiert

Am 5. April veröffentlichte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine Umfrage zu den Auslandsinvestitionen deutscher Industrieunternehmen. Sie zeigt, dass die Industrieunternehmen ihre Ausgaben für Investitionsprojekte im Ausland sogar noch stärker steigern wollen als zuvor.

Mehr als jeder dritte auslandsaktive Betrieb plant mit höheren Budgets als im Vorjahr (36 Prozent, 2017: 33 Prozent). Der DIHK erwartet, dass 2018 ein Rekordjahr für deutsche Auslandsinvestitionen wird.

„Wir rechnen damit, dass die neuen Investitionsvorhaben der deutschen Unternehmen im Ausland in diesem Jahr weltweit ein Plus von gut 200.000 Jobs bringen. Zum Jahresende werden dann rund 7,6 Millionen Beschäftigte in Unternehmen im Ausland mit deutscher Beteiligung arbeiten.“ kommentiert Dr. Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DIHK.

Die deutsche Industrie spannt mit ihrem verstärkten Auslandsengagement die internationalen Wertschöpfungsketten weiter auf. Doch nicht zu Lasten der heimischen Standorte – im Gegenteil: Zu Jahresbeginn 2018 zeigt sich erstmals seit langem bei den Inlandsinvestitionen der deutschen Unternehmen die gleiche Dynamik wie bei den Auslandsinvestitionen. 63 Prozent der deutschen auslandsaktiven Betriebe planen Investitionen in der Eurozone. Auch Asien – insbesondere China – ist wieder im Aufwind. Widersprüchliche Signale kommen hingegen von der anderen Seite des Atlantiks.

Laut dem DIHK könnten die Investitionen in Deutschland sogar noch höher ausfallen, wenn sie nicht durch den Fachkräftemangel gebremst würden. Der Fachkräftemangel wird zunehmend auch zum Beweggrund für Investitionen im Ausland. Rund sieben von zehn Industrieunternehmen mit expansiven Auslandsinvestitionen nennen ihn mittlerweile als Risiko für ihre Geschäftsentwicklung am Standort Deutschland (67 nach zuletzt 45 Prozent).

Die Untersuchung basiert auf den Ergebnissen einer Zusatzbefragung im Rahmen der DIHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2018 an die Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammern (IHKs) mit rund 5.200 Unternehmensantworten.

Weitere Informationen

Zurück