Jahrestagung am 25. Mai 2009Die Jahrestagung der Deutsch-Finnischen Handelskammer war am Montag, den 25. Mai 2009 im Hotel Hilton Helsinki Strand, John Stenbergin ranta 4, 00530 Helsinki.
Programm
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Robert Lorenz-Meyer neuer Präsident der DFHK
Im Rahmen der DFHK-Jahrestagung am 25. Mai 2009 in Helsinki wurde Robert Lorenz-Meyer (46) zum neuen Präsidenten der Deutsch-Finnischen Handelskammer gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Berndt Brunow an, der dieses Amt turnusgemäß nach zwei Jahren abgab.
Robert Lorenz-Meyer ist geschäftsführender Gesellschafter der Reederei Ernst Russ, die bereits 1895 die ersten Dampferdienste der Hamburg-Finnland-Linie betrieb. Der Vater von Robert Lorenz-Meyer gehörte dem Gründungsvorstand der DFHK an und auch bereits sein Großvater hatte sich aktiv in der Deutsch-Finnischen Vereinigung engagiert, aus der die Deutsch-Finnische Handelskammer hervorgangen ist.
Bundesbankpräsident Weber hält derzeitiges Zinsniveau für angemessenIn seinem Festvortrag auf der Jahrestagung der DFHK am 25. Mai 2009 in Helsinki zeigte sich der Präsident der Deutschen Bundesbank, Prof. Dr. Axel Weber, optimistisch, dass die verschiedenen Konjunkturprogramme im Laufe dieses und des nächsten Jahres zunehmend ihre Wirkung entfalten und einen Beitrag zur konjunkturellen Stabilisierung leisten.
Dabei trage das Eurosystem mit seiner stabilitätsorientierten Geldpolitik dazu bei, das Vertrauen an den Finanzmärkten und in der Realwirtschaft zu stärken. Das Eurosystem habe auch mit massiven Zinssenkungen auf die Turbulenzen am Geldmarkt reagiert. Die Senkung der Leitzinsen seit Oktober letzten Jahres um 3,25 Prozentpunkte auf 1 % sei auch ein erheblicher Impuls für die Konjunktur. Bundesbankpräsident Weber unterstrich, dass er dieses Zinsniveau im gegenwärtigen Umfeld für angemessen halte.
Vortrag von Prof. Dr. Weber
Klare Absage an protektionistische Bestrebungen
Der neue Präsident der DFHK, Robert Lorenz-Meyer, unterstrich auf der Jahrestagung der Kammer am 25. Mai 2009 in Helsinki, dass sich die DFHK unvermindert für einen freien Außenhandel einsetzen werde. Er führte hierzu u.a. aus: „Gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise werden ja wieder Stimmen laut, die meinen, mit einer Bevorzugung einheimischer Produkte oder protektionistischen Reglementierungen aus der Krise herauzukommen. Derartigen Bestrebungen erteilt die Deutsch-Finnische Handelskammer eine klare Absage.
Mit Sorge sehen wir auch die Vorschläge der russischen Zollverwaltung, den Containertransport per LKW nach Russland durch Vorschriften begrenzen zu wollen. Dies wäre ein schwerer Schlag für den gut funktionierenden Transitverkehr, der zu einem großen Teil von Deutschland aus über finnische Häfen nach Russland geht.
Wachsam sollten wir aber auch in Bezug auf unsere eigenen Länder sind. Es fragt sich, ob nicht so manche an sich gut gemeinte Umweltvorschrift in Deutschland nicht auch den Zugang zum deutschen Markt behindert und damit ein Handelshindernis darstellt. Als Handelshindernis hier in Finnland wiederum betrachten wir – wie ja auch die EU-Kommission - die hohe Autosteuer, die de facto die gleiche Wirkung wie ein Zoll hat.“
Auch der finnische Außenhandelsminister Paavo Väyrynen erklärte in seinem Grußwort, dass es derzeit wichtiger denn je sein, die Bedeutung des freien Handels zu betonen. Selbst ein leichtes Abgleiten in den Protektionismus hätte ausgesprochen negative Folgen. Deutschland und Finnland sollten dabei an vorderster Front stehen, um für offene Märkte als beste Garantie für den Weg aus der Krise zu argumentieren.
Grußwort von Minister Väyrynen
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