Jahrestagung der AHK beschäftigte sich mit Einfluss der Politik auf die Wirtschaft

09.05.17

Die Jahrestagung der Deutsch-Finnischen Handelskammer fand am 8. Mai mit mehr als 80 Teilnehmern in Helsinki statt. Die Vorträge betonten die guten und langen (Handels-)Beziehungen zwischen Deutschland und Finnland sowie den Vormarsch der Digitalisierung.

Im Rahmen der Vortragsveranstaltung schilderte Bernd Weidensteiner, Senior Economist der Commerzbank, die aktuelle Lage der Eurozone sowie die weltweite Tendenz gegen die Globalisierung, die die Ausfuhren der größten Exporteure hemmt und die lokalen Akteure begünstigt.

Staatssekretär Peter Stenlund aus dem finnischen Außenministerium legte die Auswirkungen der aus aktuellen politischen Entwicklungen entstandenen Unsicherheit auf die Wirtschaft dar. Er unterstrich, dass der wirtschaftliche Erfolg Finnlands mit dem Export stehe und falle und damit stark vom Freihandel abhängig sei. So könne man Länder nicht voneinander losgelöst betrachten, sondern z.B. wirke sich der deutsch-amerikanische Handel auch indirekt auf Finnland aus.

Beide Sprecher betonten die durch Globalisierung und Protektionismus entstandene Notwendigkeit, die bilateralen Beziehungen auszuweiten.

Die Sitzung des Verkehrsausschusses beschäftigte sich mit der geplanten neuen finnischen Transportgesetzgebung, die Mobilität als Dienstleistung ermöglicht, und der Entwicklung des Personenschiffsverkehrs zwischen Deutschland und Finnland. Reinhold Sendker und Martin Dörmann vom Ausschuß für Verkehr und digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages stellten aktuelle Entwicklungen in der deutschen Verkehrspolitik vor.

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