Globales Wettbewerbsranking: BRD 5., Finnland 10.

03.10.17

Ende September hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) sein Ranking der wettbewerbsstärksten Staaten der Welt veröffentlicht. Das "Global Competitiveness Index" vergleicht 137 Volkswirtschaften nach zwölf einheitlichen Kriterien wie Innovationsfähigkeit der Firmen, staatliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sowie dem Zustand der Finanzmärkte, der Infrastruktur und des Bildungswesens.

Spitzenreiter der Statistik ist im neunten Jahr in Folge die Schweiz (5,86 Punkte), gefolgt von den USA, Singapur und den Niederlanden. Die Bundesrepublik hat ihren fünften Platz (5,66 Punkte) und Finnland seinen 10. Platz (5,49 Punkte) verteidigt.

Deutschland erhält seine Bestnoten in den Bereichen Innovation, Marktgröße und Geschäftserfahrenheit. Die Bundesrepublik punktet ebenfalls mit hoher Technologiebereitschaft sowie hochwertiger Infrastruktur. Negativ auf die deutsche Stellung wirken sich u.a. hohe Steuersätze und Steuerhürden sowie restriktive Arbeitsgesetzgebung aus.

Das Ranking platziert Finnland an erster Stelle unter den 137 Staaten in den Bereichen Institutionen sowie öffentliches Gesundheitssystem und Grundschulbildung. Bei Hochschulbildung und Aus- und Weiterbildung landet Finnland nach Singapur auf dem zweiten Platz. Weiter zählt die Entwicklung des Finanzmarktes zu Finnlands Stärken. Das WEF lobt Finnlands Ansatz zur Vorbereitung der jüngeren Generationen auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution durch neuartige Lehrmethoden und -ansätze. Die hohen Investitionen in Humankapital werden laut WEF durch ein ausgeklügeltes Innovationsumfeld ergänzt. Zu Nachteilen Finlands zählen auch u.a. restriktive Arbeitsgesetzgebung, hohe Steuerbelastung und Steuerhürden.

In Bezug auf die Innovationsfähigkeit punkten sowohl Deutschland als auch Finnland. Aus Sicht des Gründers und Vorstandsvorsitzenden des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, ist dies ein klarer Vorteil für die Zukunft: "Globale Wettbewerbsfähigkeit hängt immer stärker von der Innovationskraft eines Landes ab".

Quellen:

WEF
FAZ