DIHK: Gute Geschäfte bei deutschen Unternehmen im Ausland

22.11.17

Laut dem AHK World Business Outlook Herbst 2017 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sorgt das anziehende Wachstum der Weltwirtschaft für gute Geschäfte bei deutschen Unternehmen im Ausland. Der Aufschwung weltweit steht auf vielen Säulen - die Stabilität ist jedoch risikobehaftet. So entwickelt sich die Konjunktur in vielen Ländern nur schleppend. Politische Krisen und Unsicherheiten über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gefährden oder verhindern eine insgesamt bessere Entwicklung. Für die von funktionierenden Handelsbeziehungen abhängigen Unternehmen sorgen der Brexit, Handelsbarrieren und Sanktionen sowie handelskritische Äußerungen und Handlungen der US-Regierung für Kopfschmerzen.

Die Weltwirtschaftskonjunktur und der -handel haben in den letzten Monaten spürbar angezogen. Weitere große Sprünge sind jedoch nicht zu erwarten: 34 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten eine bessere Entwicklung der Wirtschaft im jeweiligen Land, 13 Prozent rechnen mit weniger Wachstum in den nächsten zwölf Monaten. Der Saldo aus besser- und schlechter-Meldungen sinkt von 25 auf 21 Punkte.

Die Geschäftslage der im Ausland agierenden deutschen Unternehmen ist weiterhin gut - das sehr hohe Niveau der Vorumfrage kann jedoch nicht gehalten werden. Der Saldo aus gut- und schlecht-Meldungen bei sinkt moderat von plus 51 auf 47 Punkte: 54 Prozent der Unternehmen schätzen die aktuelle Situation als gut ein, lediglich sieben Prozent als schlecht.

Die Erwartungen an die Geschäfte in den nächsten zwölf Monaten sinken von einem hohen Niveau ebenfalls leicht. Der Saldo beträgt nun 48 Punkte.

Die Investitionsabsichten der deutschen Unternehmen im Ausland bleiben insgesamt expansiv, die Zurückhaltung in vielen Regionen ist aber deutlich spürbar. Weltweit sinkt der Saldo der Investitionspläne leicht von plus 28 auf aktuelle 26 Punkte.

Der Saldo der Pläne für einen Beschäftigungsaufbau sinkt ebenfalls leicht - von 37 auf 32 Punkte. 42 Prozent der Unternehmen planen mehr Mitarbeiter einzustellen, 10 Prozent bauen Beschäftigung ab.

Der AHK World Business Outlook basiert auf einer Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen der Deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen (AHKs) mit rund 3.000 Rückmeldungen.

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